Pärchen sitzt auf Bett und hält Händchen | © Unsplash

Schwierigkeiten in der Ehe

Für Eltern von Kindern mit Behinderungen und/oder Krankheiten gestaltet sich, der Umgang mit dieser grossen Herausforderung auch im Hinblick auf ihre Ehe und mentales Wohlbefinden nicht leicht. Es braucht Achtsamkeit, Geschicklichkeit und Geduld, die eigenen Bedürfnisse und diejenigen des anderen Elternteiles zu sehen und in der Familie entsprechend zu platzieren.

Familie Gerhardt aus Seltisberg begleitet ihren erwachsenen Sohn Markus bis heute, der mit der erworbenen Behinderung Cerebralparese lebt. Die Diagnose zu verkraften war das eine, die eigene Ehe und Partnerschaft zu pflegen und unter der Herausforderung des Alltags zu bewahren war nicht leicht. 

Digitale Begleitstelle: Hilfe für Eltern von Kindern mit Behinderungen

Als Eltern eines Kindes mit Behinderungen haben Sie im Alltag viele zusätzliche Herausforderungen zu meistern. Hier finden Sie Hilfe in jeder Lebensphase Ihres Kindes – mittels Informationen sowie Austauschmöglichkeiten im Forum.

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Eltern sitzen mit ihrer kleiner Tochter und einem Laptop auf den Knien auf dem Sofa und informieren sich. | © Pexels / Kampus Production

Wie sind Sie in Ihrer Ehe mit den alltäglichen Belastungen durch Markus´s Begleitung umgegangen?

Es gab einige Schwierigkeiten in der Ehe. Die Beziehung zu meiner Frau war oft und ist heute noch angespannt. Ich habe spezielle Kurse für Ehemänner besucht, damit wir die Probleme lösen können als Ehepaar. Wir stellten uns ganz klar der Herausforderung, es gab keinen anderen Weg für uns. Diese Situation hat unsere ganze Kraft und Ressourcen erfordert, um unser mentales Wohlbefinden irgendwie ins Gleichgewicht zu bekommen. Immer wieder kamen uns Fragen in den Sinn nach dem Warum? 

Ein Paar sitzt an einem Steg und kuschelt. | © Unsplash

Wir hatten Schwierigkeiten in der Ehe. (Foto: Unsplash)

Auch die eigene Kinder- und Jugendzeit spielte in der Ehe und Familie von Herrn Gerhardt eine grosse Rolle. Selbst Erlebtes in jungen Jahren hat Herrn Gerhardt sehr belastet. Er begab sich auch in psychologische Behandlung, bekam Möglichkeiten zur Aufklärung und Aufarbeitung. Hintergründig betrachtet sind alle Menschen durch eigene Kindheitserfahrungen geprägt. Was an Erlebtem im Unterbewusstsein verbleibt, kann bei Eltern unter Stress zu genau den Verhaltensweisen und Situationen führen, die sie gern hätten vermeiden wollen, dies wird in der Psychologie auch als Wiederholungszwang bezeichnet. Diesen Kreis zu durchbrechen, braucht professionelle Beratung und etwas Übung um die Erziehung Ihres Kindes positiv zu gestalten. 

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Dieser Artikel richtet sich an Eltern von Kindern mit Behinderungen und ist Teil der digitalen Begleitstelle. Haben Sie ergänzende Bemerkungen? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung per Mail an info@enableme.ch.


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