Eine Frau macht einen Spaziergang am morgen.  | © Unsplash

Mentales Wohlbefinden

Konstanter Stress, Angst um die Zukunft und Traumata können sich negativ auf mentales Wohlbefinden auswirken, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird. Frau Priska Hitz, Fachexpertin von EnableMe, Naturheilpraktikerin und psychologische Beraterin klärt auf, wie man auf das mentale Wohlbefinden acht geben kann.

Mentales Wohlbefinden nach einem Ereignis steigern

Wichtig ist sich nicht selber unter Druck zu setzen. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo mit Ereignissen umzugehen und dies gilt es zu respektieren. Auch die Form wie man sein mentales Wohlbefinden steigern kann ist individuell. Deshalb eine kleine Auswahl an therapeutischen Möglichkeiten:

Digitale Begleitstelle: Hilfe für Eltern von Kindern mit Behinderungen

Als Eltern eines Kindes mit Behinderungen haben Sie im Alltag viele zusätzliche Herausforderungen zu meistern. Hier finden Sie Hilfe in jeder Lebensphase Ihres Kindes – mittels Informationen sowie Austauschmöglichkeiten im Forum.

Zur Begleitstelle für Eltern 

Eltern sitzen mit ihrer kleiner Tochter und einem Laptop auf den Knien auf dem Sofa und informieren sich. | © Pexels / Kampus Production
  1. Kneippen in der Natur und Waldtherapie

    Das achtsame und bewusste Wahrnehmen der natürlichen Farben und Gerüche wirkt entspannend und beruhigend auf Körper und Psyche. Viele kleine Kneipp- und Körperübungen lassen sich ganz einfach in den Alltag integrieren und helfen seine Ressourcen wieder zu stärken, ohne dass man sich dabei bewusst mit der Schocksituation befassen muss.

  2. Sich kreativ ausdrücken durch künstlerisches Schaffen

    Kunst ist seit jeher ein therapeutischer Prozess! Es geht nicht darum möglichst das eine, perfekte Bild zu gestalten. Sondern seiner Seele eine andere Form des Ausdrucks zu ermöglichen. Es ist komplett egal ob man schwarze, unförmige Kleckse malt oder ein Gedicht schreibt, dass sich überhaupt nicht reimt. Die Hauptsache ist: den Frust und innere Druck rauszulassen, die Psyche vom Ballast zu befreien und sich genährt fühlen.

  3. Sich aktiv und bewusst bewegen

    Manchmal kann es hilfreich sein, zu Rennen bis man an seine Leistungsgrenze erreicht. Aber mit aktiver Bewegung hat das nichts zu tun. Hier geht es darum regelmässig im Alltag bewusst bewegende Tätigkeiten einzubauen, die den Stress regulieren. Zum Beispiel regelmässig Tanzen oder ganz bewusst die Treppe nehmen. Auch Gartenarbeit oder einfach ein paar entspannte Runden Schwimmen. 

  4. Sich entspannende Massagen an den Füssen gönnen

    Jede Form von körperlicher Berührung fördert das Kuschelhormon Oxytocin, was entspannend auf Körper und Psyche wirkt. Deshalb können professionell durchgeführte Massagen psychisch stabilisierend wirken. Allerdings kann es nach einem durchlebten Schockzustand passieren, dass man Angst hat, sich vor fremden Menschen auszuziehen. Was also tun? Hier kann oft eine Fussreflexzonenmassage Wunder wirken! 

    Wenn Sie mehr über die Fussreflexzonenmassage erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel: «Reflexologie».

Eine Frau, die die Hand einer anderen Person ergreift. | © Unsplash

Sich frühzeitig Hilfe suchen, verhindert negative Auswirkungen auf Ihr mentales Wohlbefinden. (Foto: Unsplash)

Mentales Wohlbefinden? Dafür habe ich keine Zeit!

Selbstverständlich gibt es für alle von uns Momente in denen wir tatsächlich keine Zeit haben, um auf unser mentales Wohlbefinden acht zu geben. Es kann auch sein, dass eine belastende Situation verdrängt wird. Langfristig können diese Situationen zu psychischem Stress führen. Sich dies einzugestehen ist bereits der 1. Schritt der Selbsterkenntnis. Danach gilt, sich Unterstützung zu suchen und vor allem an sich selber zu arbeiten. Niemand ist perfekt! Sich die eigenen Schwächen einzugestehen ist der 2. Schritt und der 3. Schritt ist die Akzeptanz, dass es in Ordnung ist auch mal schwach sein zu dürfen und Fehler zu machen.

Eine Frau steht alleine auf Wasser | © Unsplash

Die Selbsterkenntnis ist der erste Schritt, um mit psychischem Stress und dem verdrängen einer belastenden Situation umzugehen. (Foto: Unsplash)

Was sind mögliche Folgen?

Werden schockierende Lebenssituationen dauerhaft verdrängt, entwickeln sich daraus posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Ein harmloser Geruch, ein Geräusch, ein Bild oder eine soziale Situation triggern dann erneut die Szene und sorgen für Schlafstörungen, chronische Angstzustände, akute Panikattacken oder Depressionen. Dabei hat man das ursprüngliche Ereignis bereits vergessen und reagiert nur noch. Die Abwärtsspirale beginnt. 

Wenn Sie mehr über posttraumatische Belastungsstörungen, Schlafstörungen, chronische Angstzustände und Depressionen erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Artikel: 

Komme ich da noch alleine raus?

Eine posttraumatische Belastungsstörung kann man ohne psychotherapeutische Hilfe nicht mehr bewältigen. Oft auch in Kombination mit Psychopharmaka und je nach Zustand eine vorübergehende stationäre Therapie. Ergänzend können hier ebenfalls alternativmedizinische Hilfen wie Naturheilkunde, Neurofeedback und Komplementärtherapie in Anspruch genommen werden. Auch Leistungen des Sozialdienstes sind oft nötig, um den Familienalltag bewältigen zu können.

Wenn Sie mehr über Beratungsangebote erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel: «Kostenlose Beratung für Eltern».


Dieser Artikel richtet sich an Eltern von Kindern mit Behinderungen und ist Teil der digitalen Begleitstelle. Haben Sie ergänzende Bemerkungen? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung per Mail an info@enableme.ch.


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