Diagnose – mein Kind hat eine Behinderung oder eine Krankheit

Sie wurden während oder nach der Schwangerschaft mit der Diagnose: «Kind mit Behinderung oder Krankheit» konfrontiert. Diese Diagnose kann sehr schmerzhaft sein. Es drängen sich Ihnen eine Vielzahl von Fragen auf. Sie werden unruhig und kämpfen mit unangenehmen Gefühlen wie Zukunftsängsten. Machen Sie sich keine Sorgen! EnableMe wird Sie durch die verschiedenen Lebensphasen des Kindes begleiten. Schaffen Sie sich hier einen kurzen Überblick.

Freude und Glück im Leben eines Kindes mit Behinderung oder Krankheit

An dieser Stelle ist die Haltung und das Selbstbewusstsein von Ihnen als Eltern und der pädagogischen Fachkräfte bei Kindern mit Behinderungen und besonderem Förderungsbedarf, die Sehnsüchte der Kinder zu beantworten, von entscheidender Bedeutung. 

Wenn wir uns auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder einstellen, wenn wir immer wieder ein Gleichgewicht herstellen zwischen dem Blick in die Zukunft und dem Akzeptieren der Gegenwart, dann schaffen wir Räume, in denen Kinder sich sicher, zugehörig, angenommen und deshalb glücklich fühlen können. Und das gilt für alle Kinder! Deshalb:

«Nein, kein Kind, wie auch immer seine individuelle Ausstattung sein mag, kann glücklich sein, wenn es sich behindert fühlt!»

Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, es ist ein wunderbares einmaliges Geschöpf und wird von Ihnen von ganzem Herzen geliebt.

Kinder zeigen mit ihren Fingern ein Peace Zeichen.  | © Unsplash

Eine Diagnose bedeutet nicht gleich «unglückliches Leben». (Foto: Unsplash)

Familie

Die Diagnose Behinderung oder Krankheit kann zusätzliche Herausforderungen in den Familienalltag bringen. Dann kann es auch sein, dass Sie mal an ihre Grenzen stossen. In solchen Situationen kann ein Austausch mit anderen Eltern hilfreich sein. Auch gibt es einige professionelle Beratungsangebote für Familien, die in Anspruch genommen werden können. 

Es kann ein langer Weg mit Hürden auf Sie zukommen. Wichtig ist vor Augen zu halten, dass die Familie ein Team ist und Hürden gemeinsam gemeistert werden sollen. Gehen Sie Schritt für Schritt gemeinsam und lassen Sie sich auf keinen Falls entmutigen. 

Kann ich den Beruf weiterhin ausüben?

Die Mehrfachbelastung, Behinderung oder Krankheit, Arbeit und Kinder ist nicht einfach, aber machbar, vor allem aber ist es eine Frage der Organisation. Besprechen Sie es mit Ihren Familienmitgliedern. Lassen Sie sich nicht entmutigen und bleiben Sie auf Ihrem Kurs, denn auch Ihr Kind und Ihre Familie werden letztlich davon profitieren.  

Finanzielle Unterstützung

Die Invalidenversicherung ist erste Anlaufstelle, wenn es um die Übernahme von Kosten geht, die aufgrund einer Diagnose Behinderung oder Krankheit anfallen. Die administrativen Tätigkeiten mit der Invalidenversicherung werden Ihnen viel Zeit und Kraft kosten. Geben Sie nicht auf und bleiben Sie am Ball Ihren Anspruch geltend zu machen.

Familien mit einem Kind mit Behinderung oder Krankheit, die finanzielle Schwierigkeiten haben und für die, die Mittel aus IV, Krankenversicherung oder Unfallversicherung nicht ausreichen, gibt es immer die Möglichkeit sich an Organisationen wie Pro Infirmis oder Schweizerisches Rotes Kreuz zu wenden. Diese können finanziell weiterhelfen oder wissen, an wen Sie sich wenden können. 

Ausbildung und Beruf des Kindes

Bei der Einschulung stellt sich die Frage, ob das Kind in eine Sonder- oder Regelschule muss. Da das Schulwesen in der Schweiz kantonal geregelt ist und jedes Kind individuelle Stärken und Schwächen hat, wird geprüft, welcher Weg für das Kind am besten ist. Dabei ist für Eltern wichtig den Kontakt zur kantonalen Schulbehörde des Wohnortes zu suchen. 

Wenn es für die Jugendlichen mit Behinderungen oder Krankheiten in Richtung Berufswahl geht, können sie die Berufsberatung der Invalidenversicherung in Anspruch nehmen, um durch den Berufswahlprozess begleitet zu werden. 

Haben Sie immer im Kopf, dass eine Behinderung oder Krankheit eine erfolgreiche Ausbildung und berufliche Karriere nicht ausschliesst. 

Erwachsenenleben

Kinder mit Behinderungen oder Krankheiten können sehr wohl als erwachsene Person ein selbstständiges Leben führen. Viele Faktoren wie schwere der Krankheit, Grad der Behinderung und Erziehung spielen eine Rolle für ein selbstständiges Leben

Zum Wohl! | © Unsplash

Eine Diagnose schliesst ein selbstständiges Leben nicht aus. (Foto: Unsplash)


Weitere Informationen finden Sie hier

Fehler gefunden? Jetzt melden.