Chronische Krankheiten vorbeugen und lindern: Die wichtige Rolle der Ernährung

Chronische Krankheiten kosten weltweit jedes Jahr Millionen von Menschen das Leben. Ob Diabetes, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, Herzerkrankungen, Gelenkbeschwerden oder gar die Alzheimer Krankheit – falsche Ernährung kann für chronische Krankheiten verantwortlich sein.

Die oben genannten Erkrankungen werden alle durch die Ausschüttung gewisser chemischer Botenstoffe begünstigt, die im Körper aufgrund von chronischen Entzündungsprozessen freigesetzt werden. Aktuelle Studien haben bewiesen, dass eine natürliche Ernährung aus möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien und Ballaststoffen sind, Zivilisationskrankheiten vorbeugen und lindern kann. Industriell verarbeitete Nahrungsmittel, die Zucker, isolierte Kohlenhydrate und minderwertige Fette, dafür kaum essentielle Mikronährstoffe und Vitalstoffe enthalten, führen zu einem anhaltenden Entzündungsprozess im gesamten Körper und schaffen somit die Basis für unsere heutzutage weit verbreiteten Zivilisationserkrankungen.

Ratschläge für einen gesunden Lebensstil durch Ernährung

Der gesamte Fettanteil sollte 15 Prozent bis 30 Prozent der mit der Nahrung zugeführten Energie betragen. Freie Zucker (z. B. in Softdrinks und vielen industriell hergestellten Nahrungsmitteln) sollten höchstens 10 Prozent zur Gesamtenergie-Aufnahme betragen. 

Der Verzehr von mindestens 400g Obst und Gemüse pro Tag wird empfohlen. Damit ist, in Verbindung mit dem Konsum von Vollkornprodukten, für eine ausreichende Versorgung mit Ballaststoffen gesorgt. Zusätzlich gibt die Weltgesundheitsorganisation Empfehlungen hinsichtlich des Körpergewichtes – gemessen am Body Mass Index (BMI).

Für Menschen jeden Alters wird empfohlen, sich jeden Tag mindestens 30 Minuten lang zu bewegen, um die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems zu erhalten. Intensivere Bewegung über einen längeren Zeitraum ist noch besser für die Gesundheit und dient insbesondere der Vorbeugung von Fettleibigkeit. Das Ausmass der körperlichen Betätigung sollte individuell angepasst werden, wobei man mögliche Vorteile und Risiken beachtet. 

Ein alter Mann und eine behinderte Person trainieren. | © Arisa Chattasa/unsplash

Sport ist ein wichtiger Bestandteil für die Vorbeugung von Erkrankungen. (Foto: Unsplash)

Ernährungstipps bei chronischen Krankheiten

Der Gesundheit abträglich sind raffinierte Lebensmittel wie Weissmehl, Zucker, Fertig- und Halbfertigprodukte, Fleisch- und Wurstwaren im Übermass, industriell verarbeitet Fette und Öle, künstliche Würz- und Süssungsmittel, Glutamat, Aspartam, Süssgetränke, Nikotin und Alkoholkonsum. 

Bauen Sie in Ihren Speiseplan mehr basische, naturbelassene und vitalstoffreiche Lebensmittel ein und trinken Sie viel stilles Wasser. Eine gesunde und abwechslungs-reiche Ernährung enthält saisonales Gemüse, besonders alle grünen Gemüsesorten und saisonales Obst. Vollkornprodukte, Reis, Kartoffel sowie mageres Fleisch, Süsswasserfische und Milchprodukte als Eiweisslieferanten bilden die Basis. Basenreiche natürliche Kräuter und Gewürze können das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers positiv beeinflussen. Die erforderlichen Omega-3-Fettsäuren sind in Nüssen, Leinöl, Walnussöl, fettreichen Kaltwasserfischen und im Kakao zu finden. Reich an Mineralstoffen sind unter anderem Bananen, Aprikosen, Sesam, grünes Gemüse, Weizenkeime und Haferflocken.

Trinken gehört zur richtigen Ernährung

Ein Aspekt, der im Zusammenhang mit der Ernährung häufig unbeachtet bleibt, ist das Trinken. Unser Körper besteht zum grössten Teil aus Wasser. Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die je nach körperlicher Anstrengung unterschiedlich hoch sein muss, ist daher für unser Wohlergehen elementar. Zu beachten dabei ist, dass Limonaden, Kaffee und Alkohol ernährungstechnisch nicht als Flüssigkeit zählen. Um den Flüssigkeitshaushalt in Balance zu bringen eignen sich am besten stille Mineralwasser und Tee (ausgenommen schwarzer Tee).

Ein Glas Wasser | © Manki Kim/unsplash

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls wichtig für unser Wohlbefinden. (Foto: Unsplash)

Herausfinden, was einem gut tut

Das Auftreten und Ausbrechen von chronischen Krankheiten kann in jeder Altersstufe vermindert werden. Eine gesunde Lebensweise, ausreichend Bewegung und die Beachtung eines angemessenen Körpergewichts unterstützen die Gesundheit und mindern das Krankheitsrisiko. Genaue, wissenschaftlich fundierte Angaben, bei welcher Krankheit was gegessen werden darf und was nicht, liegen nur in wenigen Fällen vor. 

Um herauszufinden, welche Speisen guttun und welche schaden, sind die Beachtung der oben genannten Empfehlungen, eine gründliche Selbstbeobachtung und das Experimentieren mit verschiedenen Lebensmitteln nötig. Oft ist weniger mehr. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung steigern Sie Ihre Lebensqualität