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Gesunde Ernährung bei Multipler Sklerose (MS)

Es gibt keine Ernährungsform, die Multiple Sklerose (MS) vorbeugt oder heilt. Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung können Sie aber entzündlichen Prozessen vorbeugen. Dies kann sich auch auf typische MS-Symptome positiv auswirken.

Es existiert kein wissenschaftlicher Beweis dafür, dass eine bestimmte Ernährungsweise MS lindern oder heilen kann. Deshalb sollten Sie Diätempfehlungen für MS-Betroffene äusserst kritisch begegnen. Sinnvoll ist aber eine ausgewogene, bewusste Ernährung, die den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen deckt. Verzehren Sie dazu viel Getreide, Obst und Gemüse, ausreichend Milchprodukte sowie regelmässig Fisch. Fleisch und tierische Fette sollten dagegen nur sehr selten auf Ihrem Speiseplan stehen. 

Ballaststoffe gegen Verstopfung

Ein träger Darm ist typisch bei MS. Ballaststoffe helfen, die Darmfunktion anzukurbeln und bereiten quälender Verstopfung ein Ende. Gute Ballaststofflieferanten sind Getreide wie Hirse, Roggen, Dinkel und Hafer sowie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, zum Beispiel Erbsen, Bohnen und Linsen. 

Fisch gegen Entzündungen  

Eicosapentaensäure (EPA) heisst die mehrfach ungesättigte Fettsäure, der Fachleute eine entzündungshemmende Wirkung zuschreiben. Fetter Fisch wie Lachs, Makrele und Hering enthalten besonders viel davon. Deshalb sollten diese Nahrungsmittel zweimal in der Woche fester Bestandteil Ihres Speiseplans sein.  

Auf einem schwarzen Teller ist Lachs mit Gemüse und eine Gabel.  | © Unsplash

In fetten Fischen ist Eicosapentaensäure reichlich vorhanden. (Foto: Unsplash)

Tierische Fette mit Vorsicht geniessen

Weitestgehend verzichten sollten Sie dagegen auf Fleisch, Wurst, Butter und Eier. Denn die darin vorkommenden tierischen Fette enthalten Arachidonsäure, die Entzündungen im Körper fördern kann. Ausweichen können Sie auf pflanzliche Alternativen wie Tofu. Auch Pflanzenöle sind frei von Arachidonsäure und deshalb empfehlenswert für MS-Patienten.  

Bevor Sie Ihre Ernährung umstellen, sollten Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt sprechen. Ist die Umstellung für Sie mit grösserem Aufwand verbunden, können Sie sich auch von einer Fachperson aus der Ernährungsberatung unterstützen lassen. 


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