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Zeit mit Ihrem Kind im Spital

Ihr Kind benötigt eine ärztliche Behandlung mit stationärem Aufenthalt. Insofern drängen sich Fragen bei Ihnen auf, ob Sie bei Ihrem Kind im Spital bleiben können oder wie die Betreuung Ihres Kindes im Spital geregelt sein wird.

Kann ich bei meinem Kind im Spital übernachten?

In Kinderspitälern und Kinderabteilungen können Sie rund um die Uhr bei ihrem Kind sein. Dort zu übernachten, ist ebenfalls fast überall möglich. Kinderspitäler stellen in der Regel Liegebetten für Sie als Mutter oder Vater bereit, welche sich am Abend unkompliziert ins Zimmer schieben lassen, die Infrastruktur der Kliniken ist dabei unterschiedlich komfortabel.

Wie viel Betreuung brauchen Kinder im Spital durch die Eltern?

Aus kinderrechtlicher Sicht ist die Anwesenheit eines Elternteils (abhängig vom Alter und Wunsch des Kindes) nicht zu diskutieren. Zumal es sich beim Spitalaufenthalt um ein kritisches Lebensereignis handelt und bei jüngeren Kindern die Gefahr einer Traumatisierung des Kindes durch die Trennung von den primären Bezugspersonen besteht. Sie sollten versuchen, so viel Zeit wie möglich bei Ihren Kindern im Spital zu verbringen. Wichtig ist vor allem, dass Sie Ihr Kind zu den Untersuchungen begleiten, um ihm beizustehen, und mit dem Arzt die Therapie zu besprechen. Oft ergeben sich lange Wartezeiten, die sich mit Spielen und Vorlesen füllen lassen. Das Lieblings-Kuscheltier gibt Ihrem Kind Sicherheit. Ältere Kinder und Jugendliche sind eventuell nicht mehr auf die ständige Anwesenheit von Ihnen angewiesen. Sie sollten mit dem Kind besprechen, wie viel Begleitung es tatsächlich wünscht. 

Mutter hat eine Maske and und hält  | © Unsplash

Sie sollten so viel Zeit wie möglich bei Ihren Kindern im Spital verbringen. (Foto: Unsplash)

Dürfen Eltern ihr Kind bis in den Operationssaal begleiten?

Vor allem, wenn es auf die Operation zu geht, braucht Ihr Kind ein Elternteil, das es tröstet und beruhigt. Sinnvoll ist es im Vorfeld mit dem Krankenhaus abzusprechen, wie der Ablauf bis zur Operation von statten geht. Manche Narkoseärzte geben eine Creme mit, die Eltern schon zu Hause auf den Handrücken des Kindes auftragen können, sie macht die Haut für das Anlegen der Infusion unempfindlich. Im Spital bekommt das Kind ein Narkosehemd und einen Sirup. Durch das Trinken des Sirups wird Ihr Kind müde und schläfrig. In vielen Spitälern können Sie bei geplanten Operationen so lange bleiben, bis ihr Kind in Narkose ist. Andere Spitäler dagegen argumentieren, dass Kinder ohne Eltern im Operationssaal ruhiger seien. Dort müssen sie sich vor dem Operationssaal von ihrem Kind trennen.


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