Nahrungsergänzungsmittel | © Pixabay

Nahrungsergänzungsmittel für aktive Senioren

Auch in reiferem Alter körperlich und geistig fit bleiben – wer wünscht sich das nicht? Das Altern erfolgt sehr individuell und wird teilweise durch die Gene bestimmt. Einen grossen Einfluss auf die Gesundheit haben aber auch der persönliche Lebensstil und die Ernährung.

Auch wer sich gesund und ausgewogen ernährt, kann seinen Bedarf an Mikronährstoffen nicht immer genügend abdecken. Gerade ältere Menschen sind manchmal nicht mehr in der Lage, genügend Vitamine und Mineralstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Hinzu kommt, dass sie insgesamt oft weniger essen. Daher brauchen sie ein grösseres Angebot an Vitalstoffen, um ihren Bedarf auch wirklich abdecken zu können. Ein Spezialfall ist Vitamin D, das unter Sonneneinwirkung im Körper synthetisiert wird und dessen Blutspiegel im Alter oft zu tief liegt. Auch die B-Vitamine spielen bei älteren Menschen eine wichtige Rolle: So weiss man, dass die Vitamine B12, B6 und Folsäure für eine gute Gehirnleistung mitverantwortlich sind. Ein Mangel tritt häufiger bei Vegetariern auf, da diese Vitamine reichlich in Innereien, Fleisch und Fisch enthalten sind. Deshalb kann es sinnvoll sein, selbst eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit Supplementen zu ergänzen. Bei aktiven älteren Personen kommt es vor allem darauf an, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern.  

Ginseng – das Stärkungsmittel

In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ginseng schon seit rund 2000 Jahren verwendet. Die mehrjährige Staude kommt ursprünglich aus den Gebirgswäldern in Ostasien und gehört zur Familie der Efeugewächse. Heute wird die Pflanze kultiviert und kann bis zu 100 Jahre alt werden. Verwendet werden die Wurzeln, denn sie enthalten Ginsenoside. Das sind Wirkstoffe, die nachweislich leistungsfördernde Eigenschaften besitzen. So werden die Extrakte zur körperlichen und geistigen Leistungssteigerung eingesetzt, beispielsweise bei Schwäche- und Erschöpfungszuständen sowie bei Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit. Auch während der Rekonvaleszenz oder in Stresssituationen leistet Ginseng seinen Beitrag. Im Handel sind die Extrakte als Kapseln, Dragees oder flüssige Zubereitungen erhältlich. Sie sind teilweise auch Bestandteil von Multivitaminpräparaten. 

Ginkgo - für ein gutes Gedächtnis

In der Heilkunde werden Extrakte aus den Blättern des Ginkgobaumes eingesetzt. Die Wirkstoffe, vor allem Flavonoide und Terpenoide, werden über ein kompliziertes Verfahren gewonnen und leisten vornehmlich bei Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche, Durchblutungsstörungen, Schwindel und Ohrgeräuschen gute Dienste. Ginkgoextrakt macht das Blut fliessfähiger und erleichtert dadurch die Durchblutung der kleinen Blutgefässe im Gehirn. Zudem wirkt Ginkgo dem Abbau von Nervenzellen entgegen, sodass sie geschützt sind und funktionsfähig bleiben. Wie bei vielen pflanzlichen Arzneimitteln tritt die Wirkung nicht sofort ein – Ginkgopräparate müssen über mehrere Wochen regelmässig eingenommen werden, damit sich die Wirkung entfalten kann. 

Grüne Blätter | © Pixabay

Seit geraumer Zeit wird Ginkgo als natürliches Heilmittel verwendet. (Foto: Pixabay)

Vitamin D – das Sonnenvitamin

Vitamin D wird zwar in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen, doch den grösseren Teil produziert der Körper selbst. Unter Einwirkung von Sonnenlicht entsteht in der Haut Vitamin D aus einer chemischen Vorstufe. Das Vitamin ist fettlöslich und kann daher im Körper gespeichert werden. Allerdings reichen die Speicher, die im Sommer aufgebaut werden, oft nicht für den ganzen Winter aus. Ältere Menschen haben ein besonderes Risiko, einen Mangel zu erleiden, da deren Synthesefähigkeit in der Haut stark reduziert sein kann. Oft halten sie sich auch vermehrt in geschlossenen Räumen auf, da es ihnen möglicherweise aufgrund eingeschränkter Mobilität schwerer fällt, das Haus zu verlassen. Ein ausreichend hoher Vitamin-D-Spiegel ist wichtig für die Knochenstabilität, die Muskelkoordination, das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und das Nervensystem. Ein Mangel erhöht das Risiko für schwere Stürze und folgenschwere Hüftfrakturen und wahrscheinlich auch die Entstehung von Krebs. 

Multitalent Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in fettem Fisch enthalten. Als Supplement sind meistens Präparate aus Fischöl auf dem Markt, aber es gibt auch Alternativen aus pflanzlichen Produkten, wie z. B. aus Algen oder Chiasamen. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass diese Präparate entzündungshemmende Eigenschaften besitzen, weshalb sie bei Gelenkschmerzen und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden. Die Fettsäuren wirken sich auch positiv auf die Blutfettwerte aus, wodurch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt wird. Und schliesslich wird auch ein positiver Einfluss auf die Hirnleistung vermutet. So soll eine genügende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren die Denkleistung fördern und die Gefahr, an einer Demenz zu erkranken, reduzieren. 


Fehler gefunden? Jetzt melden.