Gabel mit einem Messband rundherum | © Unsplash

Körperliche Inaktivität und Übergewicht als Alzheimer-Risikofaktoren

Regelmässige körperliche Bewegung ist ein bekannter Faktor in der Vorbeugung und Behandlung diverser nicht übertragbarer Krankheiten wie Herzerkrankungen, Schlaganfall, Diabetes sowie Brust- und Darmkrebs. Auch bei der Alzheimer-Prävention hilft regelmässige Bewegung, denn es wird vermutet, dass weltweit etwa 13 Prozent aller Alzheimer-Fälle auf körperliche Inaktivität zurückgeführt werden können.

Regelmässige Bewegung schützt vor verschiedenen Risikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten wie Bluthochdruck, Übergewicht und Adipositas (krankhafte Fettsucht). Zudem kann körperliche Aktivität die psychische Gesundheit verbessern und wird mit einer Verzögerung des Auftretens von Demenz in Verbindung gebracht. Nicht zuletzt wird auch die generelle Lebensqualität und das Wohlbefinden verbessert.

Übergewicht ist zu einem verbreiteten Problem geworden mit jährlich über 4 Millionen Personen, die als Folge von Übergewicht oder Adipositas sterben. Die grosse Mehrheit übergewichtiger oder fettleibiger Kinder lebt in Entwicklungsländern, wo die Steigerungsrate um mehr als 30 Prozent höher ist als in den entwickelten Ländern.

Symptome und Folgen

  • Erhöhtes Risiko einer Herzerkrankung bereits in jungen Jahren
  • Übermässige Ansammlung von Körperfett
  • Kurzatmigkeit und starkes Schwitzen
  • Müdigkeit und Unfähigkeit, körperliche Aufgaben auszuführen
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Schwierigkeiten beim Einschlafen und Schnarchen
  • Erhöhtes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken
  • Erhöhtes Risiko einer Nervenschädigung

Ursachen

  • Erhöhter Konsum von fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln
  • Zunehmend sitzende Lebensweise
  • Geringe Luftqualität und erhöhte Verschmutzung
  • Mangel an Parks, Sport- und Erholungseinrichtungen
  • Eine hohe Verkehrsdichte und Urbanisierung

Auswirkungen auf Alzheimer

  • Ungefähr 2 Prozent aller Alzheimer-Fälle weltweit können auf Übergewicht im mittleren Lebensalter zurückgeführt werden.
  • Weltweit können möglicherweise etwa 13 Prozent aller Alzheimer-Fälle auf körperliche Inaktivität zurückgeführt werden.
  • 38 Millionen Kinder unter dem Alter von 5 Jahren waren im Jahr 2019 übergewichtig.

Mehrere Studien haben ergeben, dass ein zu hoher Body-Mass-Index (BMI) mit einem erhöhten Risiko für Demenz verbunden ist. Forschende haben zudem festgestellt, dass Adipositas mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko verbunden ist. Vor allem bei Menschen, die im mittleren Lebensalter übergewichtig waren, wurde ein erhöhtes Risiko festgestellt, im späteren Leben an Alzheimer zu erkranken. 

Ergebnisse aus Beobachtungsstudien und kontrollierten Studien zeigen, dass ältere Menschen, die viel sitzen, ihre kognitive Funktionen mithilfe regelmässiger Bewegung verbessern können. Die Auswirkungen von körperlicher Aktivität sind zweifach. Einerseits wird regelmässige Bewegung mit einer Verminderung kardiovaskulärer Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas in Verbindung gebracht, was wiederum das Demenzrisiko vermindert. Andererseits hat körperliche Aktivität einen direkten positiven Effekt auf die Gehirnstruktur und -funktion.

Von Nebel bedeckte Laufbahn | © Unsplash

Regelmässige körperliche Bewegung schützt nicht nur vor Übergwicht, sondern kann auch die kognitiven Funktionen und die psychische Gesundheit verbessern. (Foto: Unsplash)

Bewegungs-Apps

5K Runner

5K Runner ist eine App für Lauf-Anfänger*innen, die Ihnen hilft, 5 km zu rennen. Es ist ein Trainingsprogramm, das Sie im Verlauf von acht Wochen in Form bringt. Die App bietet ein Intervalltraining, das von einem Audio-Trainer geleitet wird. Sie können einfach Ihre Kopfhörer anschliessen, und der Trainer sagt Ihnen, wann Sie gehen und wann Sie laufen sollen. So können Sie Ihre Ausdauer aufbauen und innerhalb von acht Wochen 5 km erreichen. Die App ist aktuell leider nur auf Englisch verfügbar.

Nike Run Club

Nike Run Club bietet verschiedene Tools, die Sie benötigen, um Ihre Laufleistungen zu verbessern. Dazu gehören ein GPS Tracking, audiogeführte Läufe, wöchentliche, monatliche und individuelle Challenges sowie individuelle Trainingspläne für Ihre Ziele. Mit Nike Run Club können Sie Ihre Ziele erreichen und dabei Spass haben. Sie haben auch die Möglichkeit, bei einer Community-Challenge mitzumachen, oder Freund*innen für eine eigene Challenge einzuladen.

Strava

Strava ermöglicht den Nutzer*innen, ihre Fitnessaktivitäten zu verfolgen. Mit der App können Sie sowohl Läufe als auch Schwimm- und Fahrradrouten aufzeichnen. Strava bietet eine GPS-Uhr mit einem ausgeklügelten Tracker. Sie können Ihre Leistungen beim Laufen, Radfahren und Schwimmen über einen längeren Zeitraum hinweg vergleichen und sehen, wie Sie auf beliebten Straßen- oder Wanderstrecken abschneiden. Zudem können Sie Ihre Route und Fotos von Ihren Abenteuern in Teams oder mit Freund*innen teilen.

Unterstützung

Forschende sagen, dass es einfacher ist, einen Plan zur Gewichtsabnahme durchzuziehen, wenn Sie Unterstützung haben, Tipps teilen können und eine*n Trainingspartner*in haben. Studien haben gezeigt, dass Selbsthilfegruppen helfen können bei der Förderung von körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung. Unterstützung kann verschieden aussehen – beispielsweise können Sie einer Selbsthilfegruppe beitreten, Tipps über Ernährung und Bewegung teilen, eine*n Trainingspartner*in suchen oder sich über Ihre Schwierigkeiten und Erfolge austauschen.

Wenn Sie mit Adipositas leben, ist eine der besten Lösungen, Selbstbetroffene zu finden, die Sie unterstützen. Selbsthilfegruppen können Ihnen dabei helfen, Ihre Durchhaltewillen zu verbessern, wenn Sie sich den Herausforderungen eines gesunden Lebensstils gestellt sehen. In unserer Community können Sie Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig motivieren und ermutigen.