Ein Baby im Strampler krabbelt und lächelt in die Kamera. | © Pixabay

Das Wohlbefinden Ihres Kindes

Ist körperliches und psychisches Wohlbefinden wichtig für eine relativ gute Entwicklung des Kindes? Diese Frage beantwortete Prof. Remo Largo wie folgt: «Genauso wie Nahrung für die körperliche Entwicklung notwendig ist, sind es auch Geborgenheit und Zuwendung für das psychische Wohlbefinden.» Frau Sandra Bruder von der Heilpädagogischen Frühberatung Winterthur geht näher auf die Frage zum Thema Wohlbefinden Ihres Kindes ein.

Mein Kind geht in den Regelkindergarten. Wie kann ich sichergehen, dass es ihm dort gut geht?

Eine 100 prozentige Sicherheit gibt es nie, bei keinem Kind. Ein gutes Signal kann das von Ihnen beobachtete Verhalten Ihres Kindes sein. Fragen Sie sich, wirkt mein Kind entspannt? Geht es gerne in den Kindergarten?

Wichtig für Sie zu wissen ist: Startschwierigkeiten gehören zu Übergängen dazu, so zum Beispiel auch zum Eintritt Ihres Kindes in den Kindergarten. Anfängliche Mühe bei der Loslösung von den Eltern oder beim Lernen sozialer Regeln sind nicht ungewöhnlich. Dabei kommt es vor, dass sich Ihr Kind während der Eingewöhnung schwer tut, was aber kein Indikator für das Wohlbefinden Ihres Kindes ist. Im besten Fall besteht ein Vertrauensverhältnis und offene Kommunikation zwischen Ihnen als Eltern und den Erzieher:Innen. In dem Fall können Sie hinsichtlich des Wohlbefindens Ihres Kindes nach der Einschätzung der Erzieher:Innen fragen, sich deren Beobachtungen schildern lassen und darauf vertrauen.

Digitale Begleitstelle: Hilfe für Eltern von Kindern mit Behinderungen

Als Eltern eines Kindes mit Behinderungen haben Sie im Alltag viele zusätzliche Herausforderungen zu meistern. Hier finden Sie Hilfe in jeder Lebensphase Ihres Kindes – mittels Informationen sowie Austauschmöglichkeiten im Forum.

Zur Begleitstelle für Eltern 

Eltern sitzen mit ihrer kleiner Tochter und einem Laptop auf den Knien auf dem Sofa und informieren sich. | © Pexels / Kampus Production

Wie kann ich mein Kind dabei unterstützen, Freundinnen und Freunde zu finden?

Wichtig ist es, die Bedürfnisse Ihres eigenen Kindes wahrzunehmen. Ist es in seiner Entwicklung schon so weit, dass es das Bedürfnis nach festen Freundschaften hat oder gegebenenfalls auch äussert? Falls das so ist, ist der Kindergarten ein idealer Ort, um sich gut kennen zu lernen und erste Freundinnen und Freunde zu finden. Sie als Eltern könnten, nachdem sich Ihr Kind im Kindergarten eingewöhnt hat, zum Beispiel am Nachmittag oder am Wochenende ein gemeinsames Treffen mit den Eltern und liebgewordenen Spielgefährtinnen und -gefährten Ihres Kindes organisieren. 

Oder Sie laden Spielgefährtinnen und -gefährten Ihres Kindes einmal in sein zu Hause ein. Ein gegenseitiges Grundinteresse der Kinder aneinander oder am selben Spiel ist förderlich für die Entwicklung von Freundschaften. Falls möglich, sind auch unbeobachtete (nicht unbeaufsichtigte) Momente unter Ihren Kindern hilfreich, um gemeinsame Erfahrungen machen zu können und Freundinnen und Freunde zu finden. Wichtig ist für Sie als Eltern nichts erzwingen zu wollen, auch wenn es schwerfällt. Ihre Kinder sollten ihre Freundinnen und Freunde selbst erobern und pflegen können.

Eine Gruppe Kinder im Kindergarten. | © Pixabay

Kindergartenfreundschaften können das Wohlbefinden Ihres Kindes stärken. (Foto: Pixabay)


Dieser Artikel richtet sich an Eltern von Kindern mit Behinderungen und ist Teil der digitalen Begleitstelle. Haben Sie ergänzende Bemerkungen? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung per Mail an info@enableme.ch.


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