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Zweitmeinung zur Therapie Ihres Kindes

Während einer ärztlichen Behandlung Ihres Kindes kann es passieren, dass Sie mit der bisherigen Therapieentscheidung nicht mehr zufrieden sind oder die Diagnose anzweifeln. Sie fragen sich, wie Sie zu einer einvernehmlichen Lösung kommen können. An dieser Stelle macht es Sinn, sich zunächst bei einem Fachexperten der gleichen Fachrichtung eine Zweitmeinung einzuholen, um entweder eine Bestätigung der bereits bekannten Diagnose – oder aber andere Informationen und Therapiewege aufgezeigt zu bekommen.

Diagnose «Behinderung» oder falls Sie für die Krankheit noch keinen Namen erhalten haben, ist es umso schwieriger. Geben die bisherigen Untersuchungen keine klaren Antworten, wird es auch kompliziert, die Symptome gezielt zu behandeln. 

Sofern Sie Zweifel an der festgestellten Diagnose bei Ihrem Kind haben sollten:  

  • sprechen Sie Ihre Zweifel gegenüber den behandelnden Ärztinnen und Ärzten an, so erhalten sie eine Möglichkeit, Ihnen gegenüber ein Aufklärungsgespräch zu führen und gegebenenfalls weitere Diagnostikverfahren in Erwägung zu ziehen
  • sollte dies zu keinem befriedigenden Ergebnis für Sie führen, folgen Sie Ihrem Gefühl beziehungsweise Ihrer Intuition, erkundigen Sie sich nach adäquaten medizinischen Fachspezialisten, kontaktieren diese und bitten um einen Termin zur Einholung einer Zweitmeinung. 
  • im Gespräch mit dem Fachspezialisten schildern Sie Ihre Situation beziehungsweise die Ihres Kindes oder Ungeborenen. Von Vorteil ist, wenn sie bereits vorhandene Arztberichte vorlegen können.
  • in der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten hierfür, da die Erfahrung gezeigt hat, dass durch Zweitmeinungen und Therapieumstellungen Kosten für langjährige Therapien und gesundheitliche Schäden aufgrund Fehldiagnosen vermieden werden können
  • langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass sich durch Therapieumstellungen nach Einholen einer Zweitmeinung gegebenenfalls Behandlungsfehler frühzeitig erkannt und korrigiert werden konnten.