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Barrierefreies Nachtleben – Party für Menschen mit Behinderungen

Disco-Besuche sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Der Sound der Bee Gees, eines Barry White oder der Village People sorgte bereits in den 1970er-Jahren für überfüllte Tanzflächen und das unvergleichliche «Saturday Night Fever». Heute gibt es viele Partys, die für alle zugänglich sind.

Party in einem Club | © unsplash

Clubbing liegt auch bei Menschen mit Behinderung im Trend. (unsplash)

Über Dekaden, Tanzstile und Musikrichtungen hinweg ist Freitag und Samstag Disco, Tanz, Party und gute Laune angesagt. Für Menschen mit einer Behinderung ist ein Discobesuch nicht ganz so einfach, aber auch für sie gibt es mittlerweile immer mehr Angebote. Ob in Zürich, Basel oder Bern – der Discobesuch liegt auch bei Menschen mit Behinderungen im Trend. 

Faszination Disco

Was macht die Faszination aus? Für Menschen mit Behinderungen ist es oft nicht einfach, eine reguläre Disco zu besuchen. Die Barrierefreiheit ist an den meisten Orten nur bedingt gegeben – die Freiheit, sich im Rollstuhl auf der Tanzfläche zu bewegen, erst recht. Und auch das bewegte Licht ist für viele Betroffene nicht geeignet. Trotzdem, die Disco muss sein und warum das so ist, bringt Jan Delay in seinem Song «Disco» vielleicht ganz gut auf den Punkt: 

«Ist da ma wieder so ne Phase, 
wo gar nix läuft ausser die Nase 
Ja alles geht daneben oder schief 
Du und dein Horoskop ich glaub irgendwie habt ihr Beef 
Ich hab was dir fehlt und ich hab was du brauchst 
Eine volle Packung Disco, ja die bringt dich wieder rauf.»

Stimmung

Entsprechend geht denn auch die Post ab. «Die Gäste kommen rein und fangen von der ersten Minute an zu tanzen. Die Stimmung ist von Beginn weg grossartig», erklärt Daniel Vuillaume, der in der Labor-Bar in Zürich «LaVIVA – Die Party für Menschen mit und ohne Behinderungen» veranstaltet. «Die Menschen haben sehr viel Freude am Feiern.» 
Auch von den Partys, welche das Schweizerische Rote Kreuz veranstaltet, wird berichtet, dass immer eine ausgelassene Stimmung herrscht.

Menschen ohne Behinderung legen Hemmungen ab

In Zürich gehen die Events regelmässig über die Bühne. Die Idee dazu entstand, als ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen eine HipHop-Party besuchte. Event-Manager Vuillaume war erst überrascht und danach konsterniert: «Die Bewohner kamen mit Käppis und Baggypants, sorgten für Stimmung – und wurden schräg angeschaut. Die anderen Gäste reagierten distanziert.» 
 
Das brachte ihn auf die Idee, Veranstaltungen für Menschen mit Handicap zu organisieren. Dreieinhalb Jahre später blickt er zufrieden zurück: «Wir haben eine extrem gute Resonanz, den Gästen ist LaVIVA unglaublich wichtig geworden.» Und Freunde von ihm, die als Nichtbehinderte eine hohe Hemmschwelle gegenüber Menschen mit Behinderung hatten, haben diese nun abgelegt. 
 
«Ich sehe jedes Mal zufriedene und dankbare Gesichter», sagt Vuillaume, dessen Disco-Abende auf jegliche Arten von Behinderung ausgerichtet sind – Körperbehinderung ebenso wie psychische Erkrankungen oder Lerneinschränkungen.

DJ am DJ-Pult | © unsplash Ob DJ Ötzi oder Queen: Für Party-Sound ist gesorgt. (unsplash)

Hindernisfreier Zugang zu Disco und Tanzfläche

In Zürich und Bern setzt man bewegtes Licht nur vorsichtig ein. Durch die Zusammenarbeit mit der Organisation Procap stellen die Veranstalter sicher, dass den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des Events Rechnung getragen wird – von der Anreise bis zum hindernisfreien Zugang der Tanzfläche.

Von Rammstein bis DJ Ötzi

Apropos Tanzfläche: Wie sieht’s mit der Musik aus? Stehen da eher die neuen Charterfolge oder ältere Gassenhauer in der Gunst ganz vorne? Gespielt wird alles, was «in» ist. Deutsche Schlager sind beliebt, aber auch aktuelles aus den Charts wird gespielt. Und natürlich werden auch Wünsche der Gäste erfüllt. 
 
«Ein Stern, der deinen Namen trägt…», dazu geht bei LaVIVA in Zürich die Post ab, erzählt Daniel Vuillaume. Der «heimliche LaVIVA-Song schlechthin» sei aber «We Are The Champions» von Queen.

Weitere Informationen zu LaVIVA finden sich auf ihrer Facebookseite.


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