Skip to Content Skip to Mainnavigation Skip to Meta Navigation Skip to Footer
Skip to Content Skip to Mainnavigation Skip to Meta Navigation Skip to Footer

Ein Dorf für Menschen mit Demenz

Im oberaargauischen Wiedlisbach entstand mit dem Juradorf die erste Schweizer Wohnform dieser Art für Menschen mit Demenzerkrankungen. Das Projekt wurde nach dem Vorbild des niederländischen De Hogeweyk entwickelt und soll den Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in einer geschützten, dorfähnlichen Umgebung ermöglichen. Betrieben wird das Projekt von Dahlia Oberaargau.

Warnschild für Autofahrer vor älteren Leuten

Ein Dorf für Menschen mit Demenz? Ja, das gibt es tatsächlich! (unsplash)

Die ersten Bewohner:innen zogen laut eines Artikels von swissinfo.ch im Frühjahr 2022 ein. Zu Beginn umfasste das Juradorf 56 Plätze; inzwischen leben dort deutlich mehr Menschen in mehreren Wohngruppen.

So funktioniert das «Demenzdorf»

Das Areal ist wie ein kleines Dorf gestaltet. Es gibt Wohnhäuser, Wege, einen Dorfplatz und weitere alltägliche Bereiche, die an ein normales Wohnumfeld erinnern sollen. Die Türen sind tagsüber offen, damit sich die Bewohner:innen frei bewegen können, ohne sich zu verirren oder wegzulaufen.

Ein zentrales Prinzip des Juradorfs ist die Normalität im Alltag. Das Pflegepersonal tritt nicht als klassisches Heimpersonal auf, sondern begleitet die Bewohner:innen möglichst unauffällig in ihrem gewohnten Tagesablauf. In der Fachzeitschrift «Heime und Spitäler» erklärt Standortleiterin Karin Moser, dass seit dem Umzug ins Juradorf sowohl der Medikamentenverbrauch als auch die Aggressivität der Bewohner:innen zurückgegangen seien. Auch die Zusammenarbeit mit den Angehörigen habe sich deutlich verbessert.

Erweiterung geplant

Das Projekt wird weiter ausgebaut. Auf dem Areal läuft die Sanierung und Umgestaltung des früheren Hochhauses und bis 2028 sollen auch die restlichen Gebäude saniert werden.


Ist dieser Artikel lesenswert?

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?