Umarmung | © Pixabay

Diagnose Multiple Sklerose (MS) – Umgang mit Betroffenen

Angehörige von MS-Patient*innen denken oft, den Betroffenen möglichst vieles abnehmen zu müssen, um sie nicht unnötig zu belasten. Das ist aber in der Regel keine gute Idee.

«Hilf mir, es selbst zu schaffen!» – Dieses Motto gilt auch für Multiple Sklerose (MS). Lassen Sie die betroffene Person so viel wie möglich selbst erledigen und helfen Sie nur dann, wenn es wirklich nötig und ausdrücklich erwünscht ist. Manchmal benötigen MS-Patient*innen für bestimmte Dinge einfach mehr Zeit. Seien Sie geduldig und geben Sie ihnen diese Zeit, damit die Betroffenen möglichst lange ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können.

Offen und ehrlich bleiben   

Verhalten Sie sich authentisch, die betroffene Person ist schliesslich derselbe Mensch wie vor seiner Erkrankung. Gehen Sie offen und ehrlich mit Ihren Ängsten, Sorgen und Bedürfnissen um (sowie auch mit Ihren eigenen), stellen Sie die MS aber nicht in den Mittelpunkt Ihrer Beziehung. So verhindern Sie, dass sich das gesamte Leben nur noch um die Krankheit dreht und halten zudem Ihre Beziehung auf Augenhöhe. 

Kontakte pflegen

Für das Wohlbefinden der Betroffenen sind soziale Kontakte überaus wichtig. Unterstützen Sie Ihre*n Angehörige*n dabei, bestehende Freundschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Viele erkrankte Personen profitieren auch vom Austausch mit anderen MS-Betroffenen zum Beispiel im Rahmen einer Selbsthilfegruppe.

Ein Mann und eine Frau in einer Beziehung sitzen zusammen mit einem Mops dazwischen. | © pixabay

Freundschaften fördern das Wohlergehen von betroffenen Menschen. (Foto: Pixabay)

Denken Sie an sich selbst  

Das Leben mit einem an MS erkrankten Menschen kann einem viel abverlangen. Achten Sie darauf, sich nicht zu überfordern. Denn Sie können am besten helfen, wenn es Ihnen selbst gut geht. Planen Sie deshalb immer Auszeiten ein, in denen Sie tun, was Ihnen guttut. Ein Konzertbesuch, ein Abendessen mit Freunden oder ein Urlaub helfen Ihnen dabei, Ihre Batterien wieder aufzuladen. Viele Angehörige von MS-Erkrankten finden zudem Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige.