Mini Cooper | © Pixabay

Führerausweis mit Handicap

Wer den Führerschein erwerben will, muss schon unter «normalen» Umständen einige Hürden überwinden. Glücklicherweise bedarf es dann aber nicht viel mehr Aufwand für eingeschränkte Menschen einen Fahrausweis zu bekommen.

Die meisten der Schritte auf dem Weg zum Führerschein sind für alle Anwärter gleich: Als erstes braucht es einen erfolgreich absolvierten Nothelferkurs und einen gültigen Sehtest. Wichtig für Fahrschülerinnen und -schüler mit Handicap ist ein Arztzeugnis, welches die Fahrtauglichkeit bescheinigt. Erst dann wird nach bestandener Theorieprüfung vom zuständigen Strassenverkehrsamt der Lernfahrausweis ausgehändigt. Als nächster Schritt muss mit der spezialisierten Fahrlehrperson abgeklärt werden, welche Umbauten an einem Fahrzeug nötig sind. Hierzu stehen den Fahrlehrkräften Schulungsfahrzeuge mit verschiedenen Abänderungen zu Verfügung. Dann kann mit den Fahrstunden begonnen werden, die einem das nötige Rüstzeug verschaffen, um letztlich auch die praktische Fahrprüfung bestehen zu können. Ist dies geschafft, wird der Führerausweis mit den behinderungsspezifischen Auflagen ausgehändigt.

Zurück zur Mobilität

Wer schon mal im Besitz eines Führerscheins war, jetzt aber durch ein Handicap eingeschränkt ist, muss die praktische Fahrprüfung wiederholen. Denn durch die Einschränkung verliert der vorhandene Fahrausweis seine Gültigkeit. Darum muss mit einem Arztzeugnis ein Lernfahrausweis beantragt werden. Allerdings muss die theoretische Prüfung nicht wiederholt werden. Achtung: Wer sich in dieser Situation ohne den Lernfahrausweis hinters Steuer setzt, macht sich strafbar! Das genaue Vorgehen und welche Fahrzeugmodifikationen im individuellen Fall sinnvoll sind, kann die spezialisierte Fahrlehrkraft genau erklären.