Referendum gegen Managed Care zustande gekommen

Das Referendum gegen die Managed-Care-Vorlage steht. 132‘837 beglaubigte Unterschriften haben die Referendumskomitees gesammelt, mehr als doppelt so viele wie erforderlich waren.

Das Referendum gegen die Managed-Care-Vorlage steht. 132‘837 beglaubigte Unterschriften haben die Referendumskomitees in nur drei Monaten gesammelt, mehr als doppelt so viele wie erforderlich waren.
Das Referendumskomitee wertet dies als starkes Zeichen der Bevölkerung, auch in Zukunft ihren Arzt frei wählen zu können und als Zeichen des Kampfes gegen falsche finanzielle Anreize, die die Qualität der Behandlung bedrohten.
Rahmenbedingungen überzeugen nicht
Das Prinzip der integrierten Versorgung sei grundsätzlich zu begrüssen, und viele Hausärztinnen und -ärzte arbeiteten bereits freiwillig in Netzwerken, schreibt die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH in einer Medienmitteilung. Jedoch überzeugten die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Managed-Care-Vorlage nicht.
Abstimmung noch in diesem Jahr
Nachdem die Ärztekammer im Herbst das deutliche Nein der FMH-Mitglieder in der Urabstimmung bestätigte, lancierten mehrere Ärzteorganisationen wie auch der Personalverband VPOD entsprechende Referendumskomitees. Die FMH unterstützte das Referendum massgeblich und forderte ihre Mitglieder zur Unterschriftensammlung auf, um ein deutliches politisches Zeichen zu setzen. Der gemeinsame Effort ist gelungen: Dank 132‘837 Unterschriften kommt nun das Referendum gegen die Managed-Care-Vorlage zu Stande.
Die Unterschriftenbogen mit den beglaubigten Unterschriften wurden am Donnerstag der Bundeskanzlei übergeben. Über das Referendum wird das Schweizer Volk nach dem Entscheid des Bundesrats noch in diesem Jahr befinden. (MyHandicap/pg)
Die freie Arztwahl soll teurer werden
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