Entwicklung neuer Medikamente gegen Gedächtnis-Störungen

Mit einem neuartigen Forschungsansatz wollen Wissenschaftler der Universität Basel zusammen mit der Lausanner biopharmazeutischen Firma AC Immune Medikamente gegen Gedächtnisstörungen entwickeln.

Mit einem neuartigen Forschungsansatz wollen Wissenschaftler der Universität Basel zusammen mit der Lausanner biopharmazeutischen Firma AC Immune Medikamente gegen Gedächtnisstörungen entwickeln. Das Projekt wird unter anderem von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) gefördert.
Gedächtnisstörungen sind Hauptsymptom der Alzheimer-Krankheit, kommen aber auch bei vielen anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen vor, so zum Beispiel bei der Schizophrenie oder der Depression. Bis heute sind keine befriedigenden Therapiemöglichkeiten zur Behandlung dieser Gedächtnisstörungen verfügbar.
Wichtige Stoffwechselprozesse identifiziert
Neurowissenschaftler der Universität Basel arbeiten seit mehreren Jahren an der Charakterisierung der neurobiologischen und molekularen Grundlagen des menschlichen Gedächtnisses. Durch die Anwendung genomweiter Untersuchungen an grossen Gruppen gesunder Probanden gelang es ihnen, für das menschliche Gedächtnis wichtige Stoffwechselprozesse zu identifizieren.
Entwicklung neuer Medikamente
Die Ergebnisse der Humangenetik liefern den Forschern nun wertvolle Hinweise für die Auswahl möglicher Zielmoleküle (Targets) für potenzielle Medikamente gegen Gedächtnisstörungen. Die in grossangelegten Untersuchungen gewonnen Informationen wollen die Basler Forscher nun nutzen, um neue Medikamente gegen Gedächtnisstörungen zu entwickeln.
Zusammenarbeit mit AC Immune
Dazu haben die Wissenschaftler eine Zusammenarbeit mit der Lausanner Firma AC Immune lanciert. Die von Andrea Pfeifer geführte AC Immune besitzt umfangreiche biopharmazeutische Kenntnisse und gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich der Entwicklung von Medikamenten gegen die Alzheimer-Krankheit.
Im März dieses Jahres startet das Partnerprojekt «Human genetics-driven discovery of memory-modulating drugs», welches von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) für die Durchführung von drei klinischen Studien während dreier Jahren finanziell unterstützt wird. (Universität Basel/MyHandicap/pg)
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