Ein Junge zeichnet mit Farbstiften.  | © Unsplash

Eignung zur Integration

«Jedes Kind ist anders. Alle sind verschieden, und wir werden im Laufe unseres Lebens immer verschiedener.» (Remo Largo) Verschiedene Barrieren stellen die Kindertageseinrichtungen vor neue Herausforderungen, eine Eignung zur Integration ist in jedem Fall individuell anzuschauen.

Sie haben Ihr Kind beobachtet und begleitet und haben seine Stärken und Lernfelder bereits kennengelernt. Somit sind Sie in der Lage zu beschreiben, worauf es bei Ihrem Kind bei der Integration besonders ankommt. Nach unserer Recherche beschreibt das Zürcher Fit-Konzept, dass die Frühförderung dem behinderten Kind dazu verhelfen soll, seine Schwächen anzunehmen und seine Stärken und ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Unabhängig vom Grad der Behinderung sind danach die folgenden drei Grundbedingungen zu erfüllen um diesem Ziel der Integration möglichst nahe zu kommen:  

  1. Geborgenheit

    Die psychischen und körperlichen Bedürfnisse Ihres behinderten Kindes werden angemessen durch verlässliche Bezugspersonen befriedigt. 

  2. Zuwendung

    Ihr Kind bekommt die notwendige Zuwendung und fühlt sich von Ihnen, anderen Bezugspersonen beziehungsweise Kindern seinem Entwicklungsstand entsprechend akzeptiert. 

  3. Entwicklung:

    Ihr ganzes soziales und materielles Umfeld ist so gestaltet, dass sich Ihr Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend entwickeln kann. Nach Möglichkeit sollte es über seine Aktivitäten selbst bestimmen können und seine Erfahrung machen. Dann spürt Ihr Kind, dass es eigenständig lernen, etwas bewirken und Probleme lösen kann. 

Ihr Kind kann sich dann am besten entwickeln, wenn zwischen seinen individuellen Bedürfnissen und Eigenheiten und seinem Umfeld eine möglichst gute Übereinstimmung besteht. Die oben stehenden Grundbedingungen sollen Ihnen eine Orientierung geben, worauf Sie den Fokus bei der Eignung zur Integration Ihres Kindes mit Behinderung legen sollten. 

Sie fragen sich, was zu tun ist, wenn Ihr Kind aufgrund seiner Behinderung nicht in den Regel-Kindergarten gehen kann. Unser Erfahrungsaustausch mit der Fachexpertin der Heilpädagogischen Frühberatung Winterthur Frau Sandra Bruder ergab, dass «In der Schweiz die Möglichkeit, dass Ihr Kind eine separative Sonderschule oder integrativen Regelkindergarten besuchen kann, grundsätzlich kantonal geregelt ist. Es ist für Sie in jedem Fall sinnvoll, mit dem zuständigen Schulpsychologischen Dienst oder der Schulbehörde Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen in Ihrem Fall individuell in Erfahrung zu bringen und sich über das weitere Vorgehen bei der Prüfung der Eignung zur Integration abzustimmen. Im jeweiligen Prozess können Sie als Eltern auch durch Fachpersonen aus der Pädiatrie, heilpädagogische Früherziehung und Logopädie beraten und begleitet werden.»

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Ihr ganzes soziales und materielles Umfeld ist so gestaltet, dass sich Ihr Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend entwickeln kann. (Foto: Pixabay)