Junges Paar, das über einen Wald schaut

Diagnose MS – Umgang mit Betroffenen

Angehörige von MS-Patienten denken oft, den Betroffenen möglichst vieles abnehmen zu müssen, um sie nicht unnötig zu belasten. Das ist aber in der Regel keine gute Idee.

«Hilf mir, es selbst zu schaffen!» – Dieses Motto gilt auch für MS. Lassen Sie die Betroffenen so viel wie möglich selbst erledigen und helfen Sie nur dann, wenn es wirklich nötig und ausdrücklich erwünscht ist. Manchmal benötigen MS-Patienten für bestimmte Dinge einfach mehr Zeit. Seien Sie geduldig und geben Sie ihnen diese Zeit, damit die Betroffenen möglichst lange ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können.

Umgang mit MS-Patienten – Offen und ehrlich bleiben

Verhalten Sie sich authentisch, der Betroffene ist schliesslich derselbe Mensch wie vor seiner Erkrankung. Gehen Sie offen und ehrlich mit seinen, aber auch mit Ihren eigenen Ängsten, Sorgen und Bedürfnissen um, stellen Sie die MS aber nicht in den Mittelpunkt Ihrer Beziehung. So verhindern Sie, dass sich das gesamte Leben der Betroffenen nur noch um die Krankheit dreht und halten zudem Ihre Beziehung auf Augenhöhe

Umgang mit MS-Patienten – Kontakte pflegen

Für das Wohlbefinden der Betroffenen sind soziale Kontakte überaus wichtig. Unterstützen Sie Ihren Angehörigen dabei, bestehende Freundschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Viele Erkrankte profitieren auch vom Austausch mit anderen MS-Patienten zum Beispiel im Rahmen einer Selbsthilfegruppe.

Umgang mit MS-Patienten – Denken Sie an sich selbst

Das Leben mit einem an MS erkrankten Menschen kann einem viel abverlangen. Achten Sie darauf, sich nicht zu überfordern. Denn Sie können am besten helfen, wenn es Ihnen selbst gut geht. Planen Sie deshalb immer Auszeiten ein, in denen Sie tun, was Ihnen gut tut. Ein Konzertbesuch, ein Abendessen mit Freunden oder ein Urlaub helfen Ihnen dabei, Ihre Batterien wieder aufzuladen. Viele Angehörige von MS-Erkrankten finden zudem Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige.